3.2.Benettons Branding
Seine Marke auf dem sich
ständig wandelnden Modemarkt zu platzieren, ist das, was für Designer auf der
ganzen Welt Ziel ist. Es heißt sich zu etablieren. Dafür muss man allerdings zunächst
ein Markenbild schaffen.
Anders als noch in den
1950er Jahren, in denen zum Beispiel kleine Audienzen in Ateliers gehalten
wurden, um einer elitären Gruppe von Käufern die neueste Mode zu präsentieren,
der Designer oft im Hintergrund, sind Modenschauen heutzutage Ort für die
perfekte Inszenierung von Kleidung, Publikum, Models und Designer selbst. All
diese Punkte spielen eine Rolle für die Marke, um sich von der Masse abzuheben
und sich überhaupt erst selbst zu definieren.
Um in den Medien zu
bleiben veranstalten Designer mehrmals im Jahr Modenschauen, die in den
Verkaufszahlen meist nicht direkt die hunderttausende an Dollar, Euro oder
Pfund wieder in die Kasse spülen, die dafür ausgegeben wurden.
Dazu gehört auch, sich
nicht auf Kleidung allein zu spezialisieren, sondern eine Vielzahl an Produkten
wie Accessoires, Sonnenbrillen, Parfüms, Schmuck etc. anzubieten.[1]
Das wichtigste bei der
Markenbildung ist allerding das Erkennen der Zielgruppe. Dies ist auf alle
Produktionszweige abzuleiten, die sich an potentielle Käufer als Rezipienten richten.
Mit einer Marke verkauft man auch gleichzeitig ein Gefühl, Wünsche, Träume, ein
Begehren. Der Käufer muss sich mit der Marke identifizieren können, und zwar
mit allen Bereichen des Unternehmens.[2]
Humanitäre Arbeit ist
spätestens seit den 1980ern, in denen Karl Lagerfeld mit seinen Shows Geld für
den „Cancer Appeal“[3]
sammelte und Chanel die Metropolitan Opera[4]
unterstützte, nicht mehr wegzudenken.
Auf der einen Seite
unterstützt dies natürlich maßgeblich die Image-Bildung als Teil der
Markenpräsenz. Man möchte sich selbst in gutem Licht präsentieren, der Marke
ein positives Bild verleihen. Weiterhin ist es wichtig, sich vor Augen zu
führen, dass oftmals Sponsoren hinter den Marken stecken, die ihren eigenen
Namen gerne in Kombination von philantrophischer Arbeit sehen.[5]
Noch mehr als mit ihren
ohnehin schon engagierten humanitären Projekten geriet das bunte Schaf unter
den Bekleidungsfirmen jedoch in die Medien, in dem es mit kontroversen
Kampagnen auf sich aufmerksam machte und damit ein einzigartiges Markenbild
schuf, ohne die bereits genannten Punkte zu erfüllen.
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